Warum gibt es beim Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Bei der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung ist der Name bereits Programm. Bei jener Vorschreibung handelt es sich um eine Art Schadenersatz bzw. eine Entschädigung, welche der Kreditnehmer dem Kreditgeber bezahlen muss. Die Entschädigung wird dann fällig, wenn eine vorzeitige Kündigung oder Tilgung des Kredits erfolgt und der Kreditgeber dadurch wirtschaftliche Nachteile erleidet. Vorfälligkeit ist daher nichts anderes als die Bezeichnung einer vorzeitigen Rückzahlung.

Wer sich somit nicht an bestimmte Regeln hält, denen er im Zuge der Vertragsunterzeichnung zugestimmt hat, muss eine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung entrichten.

Der gedankliche Hintergrund einer Kredit Vorfälligkeitsentschädigung

Im Regelfall entscheiden sich die Vertragsparteien für eine vereinbarte Vertragslaufzeit, die einen Fixzinssatz mit sich bringt, die sogenannte Zinsbindungsfrist. Derartige Festzinsvereinbarungen weisen unterschiedliche Laufzeiten auf; im Regelfall liegen die Laufzeiten zwischen 5, 10 oder auch 15 Jahren, wobei die zehnjährige Frist zu den häufigsten Varianten zählt. Wer also eine derartige Frist wählt und seinen Kredit im Vorfeld tilgen oder kündigen möchte, muss mit einer Vorfälligkeitsentschädigung rechnen. Jedoch gibt es dahingehend auch gesetzliche Einschränkungen. So hat der Gesetzgeber etwa in § 489 Absatz 1 Nr. 2 BGB festgelegt, dass nach 10 Jahren und 6 Monaten für den Kredit keine Vorfälligkeitsentschädigung mehr verlangt werden darf. Der Stichtag ist jenes Datum, an welchem die gesamte Darlehenssumme ausbezahlt wurde. Wer sich daher für eine Frist von 15 Jahren entscheidet, kann seinen Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung nach 10 Jahren und 6 Monaten (zu beachten ist, dass die sechs Monate eine Kündigungsfrist darstellen) tilgen bzw. kündigen.

Folgendes Beispiel dient dem leichteren Verständnis:

Ein Beispiel für das leichtere Verständnis: Herr Mustermann hat einen Kredit in der Höhe von 200.000 Euro aufgenommen. Für einen Zeitraum von 15 Jahren wurde ein Fixzinssatz von 5 Prozent vereinbart. Doch Herr Mustermann muss das Haus verkaufen und den Kredit zurückzahlen. Der gewählte Festzinssatz weist jedoch noch eine Laufzeit von zehn Jahren auf. Somit entsteht für den Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung, die sich auf die restlichen 5 1/2 Jahre beruft.

Mit welchen Kosten muss der Kreditnehmer rechnen?

Im Rahmen der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung werden vier Faktoren berücksichtigt, die in weiterer Folge die Summe der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung bildet:

  • wie hoch ist das gesamte Darlehenskapital?
  • wie hoch ist der gewählte Zinssatz?
  • wie hoch ist der Zinssatz der Wiederanlage?
  • wie lange ist die Restlaufzeit bis zum tatsächlich entschädigungsfreien Ausstieg?

Wer für den Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung entrichten muss, wird relativ schnell bemerken, dass es sich hier um eine äußerst grobe Rechenformel handelt. In vielen Fällen unterschätzen Verbraucher auch beim Darlehen die Vorfälligkeitsentschädigung und sich überrascht, wie hoch jene ausfallen kann. Wer sich im Vorfeld informieren möchte, sollte daher Experten kontaktieren – mitunter von PARUG, einem Unternehmen, welches sich auch auf die Vermeidung oder Rückforderung der Vorfälligkeitsentschädigung aus Darelehen spezialisiert hat und den Verbrauchern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Die Berechnung der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung ergibt sich folgendermaßen:

Die noch ausstehende Darlehenssumme wird mit der Restlaufzeit zum erstmöglichen, kostenfreien Kündigungstermin, multipliziert; danach erfolgt die Multiplikation mit dem Zinsabstand.

 

Ein Beispiel für das leichtere Verständnis:

Das restliche Darlehenskapital beträgt 180.000 Euro. Die Restlaufzeit des Vertrages liegt bei fünf Jahren; der Zinsabstand wurde mit 2 Prozent veranschlagt. Somit ergibt sich eine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung von maximal 18.000 Euro. Das bedeutet, dass diese Höhe definitiv nicht überschritten werden darf. Realistisch erscheinen Summen zwischen 11.000 Euro und 16.000 Euro. Das Problem der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung Berechnung liegt in den noch recht schwachen Gesetzestexten. Einerseits werden Programme hinzugezogen, damit die für das Darlehen wirksame Vorfälligkeitsentschädigung berechnet werden kann, andererseits hat auch die Bank einen Spielraum bei der Berechnung. Im Internet gibt es verschiedene kostenfreie Programme, mit denen – wenn beim Darlehen eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet werden soll – ein ungefährer Wert ermittelt werden kann. 

 

Ein kompliziertes Unterfangen

Wer sich mit dem Thema Kredit und Vorfälligkeitsentschädigung sowie dessen Berechnung informiert hat oder selbst im Internet ein wenig Recherche

Die Berechnung der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung ist nicht einfach.

Sie sollten einen Experten heranziehen, um die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung genau zu ermitteln.

betrieben hat, wird relativ schnell zum Entschluss kommen, dass die Berechnung äußerst kompliziert ist. Zu Beginn wird ein Gutachter herangezogen, der den Tilgungsplan der Finanzierung unter die Lupe nimmt. Der Gutachter konzentriert sich dabei vorwiegend auf die ausfallenden Ratenzahlungen, die dazu führen, dass das Unternehmen (in dem Fall die Bank) einen wirtschaftlichen Schaden erleidet. Auch die Tatsache, dass nach dem Ende der Zinsbindung kein Geld mehr an die Bank fließt, wird vom Gutachter dahingehend als finanzieller Schaden gewertet. Im Fachjargon spricht man hier vom „ausfallenden Zahlungsstrom“. Zu berücksichtigen ist, dass alle „Schadenpositionen“, die mitunter den Zahlungsstrom ergeben, nicht zur selben Zeit anfallen, sondern sich erst im Laufe der nächsten Jahre ergeben. Somit hat die Bank die Möglichkeit, dass sie sich auf den wirtschaftlichen Nachteil vorbereitet und bereits einen Geldbetrag X zur Hand nimmt und jenen mit der noch zu bezahlenden Rate X kombiniert. In weiterer Folge kann – wenn der Idealfall eintritt – der Geldbetrag X denselben Stellenwert die die Rate X am Ende der Laufzeit erhalten. Für alle Raten gibt es unterschiedliche Laufzeiten und auch immer wieder zu berücksichtigende Veränderungen beim Wiederanlagezinssatz. Besteht eine fünfjährige Restlaufzeit, entstehen somit 60 Monatsraten, die 60 unterschiedliche Laufzeiten sowie 60 verschiedene Wiederanlagezinssätze aufweisen. Die Bank muss daraufhin die Wiederanlagegeschäfte mit dem vorzeitigen, vom Darlehensnehmer getilgten, Kapital bezahlen. Ja in vielen Fällen aber das notwendige Kapital deutlich größer als das vorzeitig bezahlte Kapital ist, benötigt die Bank dafür den Differenzbetrag. Dieser Betrag stellt beim Kreditvertrag die Vorfälligkeitsentschädigung.

Kredit und Vorfälligkeitsentschädigung – wer hat ein Recht auf den vorzeitigen Ausstieg?

All jene, die ein Baudarlehen abgeschlossen haben und ihre erworbene Immobilie verkaufen möchten oder mitunter eine weitere Finanzierung benötigen, welche aber von der Hausbank nicht gewährt wird, haben die Möglichkeit, dass sie ihre Finanzierung vorzeitig tilgen oder kündigen und somit eine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen können, damit sie aus dem Vertrag entkommen können. Fakt ist, dass ein tatsächliches Interesse vom Kreditnehmer ausgehen muss, damit jener eine Kreditrückführung erreichen kann. So sind günstigere Konditionen bei anderen Instituten kein tatsächlicher Grund, damit der Darlehensvertrag mit Vorfälligkeitsentschädigung aufgelassen bzw. getilgt werden kann.

Fakt ist, dass rein rechtlich kein „Schadenersatz“ bezahlt wird, sondern tatsächlich beim Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung als Entgelt gewertet wird, damit der Darlehensnehmer aus dem Vertrag aussteigen kann. Der Preis wird dabei vom Darlehensgeber festgelegt. Das bedeutet aber nicht, dass es hier willkürliche Beträge gibt. Wer sich unsicher ist, ob die Vorfälligkeitsentschädigung tatsächlich „realistisch“ ist, kann einerseits die Experten von PARUG kontaktieren, andererseits aber auch die Gerichte prüfen lassen, ob hier mit richtigen Zahlen und Daten gerechnet wurde.

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Wenn Gerichte beim Kredit die Vorfälligkeitsentschädigung überprüfen müssen

Der Kreditgeber hat dann ein Recht auf eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn es sich um einen Kredit handelt, der einen festen Zinssatz aufweist und vor Ablauf der Zinsbindungsfrist getilgt werden soll. Diese Regelung gilt für Verbraucher- sowie Nicht-Verbraucherdarlehen. Fakt ist, dass für den Kredit keine Vorfälligkeitsentschädigung geltend gemacht werden kann, wenn der erste Termin zur Tilgung 10 Jahre und 6 Monate nach der Überweisung der gesamten Summe durch den Kreditgeber wahrgenommen wird. Auch dann, wenn die Zinsbindungsfrist für 15 Jahre gewählt wurde. 10 Jahre und 6 Monate deshalb, da bei der vorzeitigen Kündigung eine sechsmonatige Frist miteinbezogen werden muss.

Jene Fristen und auch Berechnungen beschäftigten schon vor Jahre die Gerichte. So gab es etwa ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 1991, welches sich mit der Nichtabnahmeentschädigung befasste; in jenem Urteil wurden etwa die Bezeichnungen „Zinsmargenschaden“ sowie „Zinsverschlechterungsschaden“ geprägt. 1997 entschied der Bundesgerichtshof etwa für die Neuformulierung des Wahlrechts für Banken. Mit diesen Urteilen fanden die Streitfragen, ob es sich um Zinsmargenschäden sowie Zinsverschlechterungsschäden handle, die alternativ sowie kumulativ geltend gemacht werden könnten, endlich ihr Ende. Eine Frage wurde dennoch nie beantwortet – die Berechnungsweise. Immer wieder kritisieren Verbraucherschützer die geldgebenden Institute, andererseits kritisieren die Kreditgeber immer wieder die verbraucherfreundlichen Urteile.

 

Nach den Urteilen waren jedoch folgende Fragen noch immer nicht geklärt, sodass es weiterhin zu Streitereien vor Gericht kam, wenn es um die Kredit Vorfälligkeitsentschädigung ging:

  • Wird der Normalzinssatz oder der effektive Vertragszinssatz herangezogen, wenn die Zinsdifferenz ermittelt werden soll?
  • Müssen laufzeitkongruente Vergleiche durchgeführt werden, wenn eine Wiederanlage in Betracht gezogen wird, die sich auf öffentliche Anleihen bzw. Hypothekenpfandbriefe stützen oder müssen jene in mehreren Wertpapieren (sogenannte Staffelzinssätze) angelegt werden, damit der Verlust kompensiert werden kann?
  • Wie hoch sind einerseits die eingesparten Verwaltungs- und andererseits die eingesparten Risikokosten?

 

Viele rechnerische Unsicherheiten konnten vom Bundesgerichtshof im Jahr 2000 beseitigt werden. Der BGH entschied sich mit seinem Urteil vom November 2000 dafür, dass sich die Berechnungsweise an das Zahlungsstrommodell anpassen sollte. Auf Grund der Tatsache, dass der Kreditgeber den entworfenen Tilgungsplan nach dem tatsächlichen Nominalzinssatz erstellt, wird jener Zinssatz auch für die Modellierung des Zahlungsstroms herangezogen. Auch wenn natürlich der effektive Zinssatz das Darlehen beeinflusst, ist es am Ende jedoch der Nominalzinssatz, der den Zahlungsstrom reproduzieren kann. Auch bei einer Wiederanlage, die sich mit der Darlehensvaluta beschäftigte, entschied der Bundesgerichtshof dahingehend, dass nur laufzeitkongruente Wiederanlagen dann herangezogen werden können, wenn einzelne Raten fällig und somit ausgeglichen werden müssen, sodass anstelle des Wiederanlagezinssatzes die Staffelzinssätze zur Berechnung herbeigezogen werden müssten.

Der Bundesgerichtshof nahm aber auch zu folgenden Berechnungen Stellung und führte detailliert aus:

Während im Urteil aus dem Jahr 1997 noch davon die Rede war, dass für die Wiederanlagemöglichkeit nur Öffentliche Anleihen zu berücksichtigen seien, hat der Bundesgerichtshof mit nachstehendem Urteil jedoch verwiesen, dass – sofern eine abstrakte Schadensberechnung vorliegt – auch eine Anlage in sogenannten Hypothekenpfandbriefen erfolgen kann. Begründend führte das Gericht aus, dass dabei ein Vergleich mit den Renditen der Öffentlichen Anleihen nur solange wirksam sein kann, wie tatsächliche Rendite vom öffentlichen Kapitalmarkt erwirtschaftet wurden. Man stellte des Weiteren fest, dass sich die Rendite der Öffentlichen Anleihen sowie der Hypothekenpfandbriefe tatsächlich auseinanderentwickelten, sodass der Bundesgerichtshof von einer „unsensiblen Beharrung auf vermeintlich sicheren Rechtspositionen“ sprach und zu Gunsten der Kreditnehmer entschied. Somit wurde eine neue Berechnung bei der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung vorgeschrieben.

 

Weitere Änderungen

Auch war der Bundesgerichtshof der Ansicht, dass laut § 287 ZPO ein Abschlag für die entfallende Risikovorsorge geschätzt werden müsste. Dabei sollte ein prozentualer Abschlag erfolgen; die jährlichen Richtsätze betragen zwischen 0,014 Prozent und 0,06 Prozent.
Auch war es für den Bundesgerichtshof wichtig, dass nicht nur ein prozentualer Abschlag von der noch offenen Kreditsumme erfasst wird, sondern ein tatsächlich fester Betrag – der sich nicht an der Darlehenssumme orientierte – vorgeschrieben werden sollte. Jene Feststellung traf der Bundesgerichtshof auf für etwaige Bearbeitungskosten, die mitunter verrechnet werden, wenn für das Darlehen eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

Wenn Sondertilgungen vertraglich möglich sind oder bereits geleistet wurden – haben jene Auswirkungen auf die Vorfälligkeitsentschädigung aus Darlehen?

Wird – auf Grund gewährter Sonderzahlungen – eine Reduzierung des Darlehenskapitals erlangt, spricht man von einer Sondertilgung. Im Rahmen der Sondertilgung ändert sich auch gleichzeitig die Laufzeit. Zinsen oder Raten ändern sich dahingehend nicht. Wenn etwa die Hälfte des noch offenen Kapitals getilgt wird und auch hier eine Reduzierung der Raten sowie Zinsen erfolgt, spricht man von der Teilablösung des Kredits. Auf Grund der Teilablösung vermindert sich jedoch die Laufzeit des Kredits nicht; jene bleibt durch die Teilablösung unverändert. Wer einen Kredit mit Vorfälligkeitsentschädigung kündigen oder zur Gänze tilgen möchte, muss daher darauf achten, dass etwaige Teilablösungen oder Sonderzahlungen sehr wohl in die Berechnung der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung miteinfließen. So halbiert sich die Zinsentschädigung, wenn die Hälfte des noch offenen Darlehens getilgt bzw. abgelöst wurde.

Die Vorteile der Sondertilgungen bei der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung

Sondertilgungen haben den Vorteil, dass sie – je nach Vertrag – entschädigungsfrei geleistet werden können. Durch Sonderzahlungen verkürzen sich nicht nur der Zeitraum, sondern auch gesicherte Zinserwartungen, sofern das Darlehen im Rahmen der Zinsfestschreibung mit Sonderzahlungen bedient wurde. Der Bundesgerichtshof hat in dieser Sache bereits mehrmals ausgeführt, dass einerseits die geschützten Zinserwartungen bei Zinsentschädigungen berücksichtigt werden müssen, andererseits aber auch der geplante Tilgungsverlauf eine wesentliche Rolle spielt. In vielen Fällen werden Vorfälligkeitsentschädigungen auf die Gesamtsumme berechnet und die Sondertilgungen „ignoriert“. Das LG Heidelberg und auch das LG Darmstadt haben in ihren Urteilen aber darauf hingewiesen, dass auch Sondertilgungsrechte im Rahmen der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigt werden müssen. Das bedeutet, dass etwaige Sonderzahlungen, die im Rahmen der Sondertilgung erlaubt wurden, sehr wohl zum Zahlungsstrom hinzugefügt werden müssen und somit beim Kredit die Vorfälligkeitsentschädigung anders berechnet werden soll. Laut einem Urteil vom 27. Jänner 1998 entschied der Bundesgerichtshof, dass die Erstattung einem bestimmten Verhältnis zu erfolgen hat. Dabei müssen einerseits die vorgenommenen Sondertilgungen erfasst und andererseits auch die Zinsen berücksichtigt werden, damit eine verhältnismäßig nachvollziehbare Kredit Vorfälligkeitsentschädigung entstehen kann. Fakt ist: Wer sich hier unsicher ist, ob Sonderzahlungen geleistet wurden oder ob die Möglichkeit bestehen würde, kann – wenn er zum Thema Kredit Vorfälligkeitsentschädigung Informationen einholen möchte – jederzeit die PARUG-Experten kontaktieren.

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Beispiele zum Thema Sondertilgung und Berechnung vom Kredit mit Vorfälligkeitsentschädigung

Sogenannte „entschädigungspflichtige Sondertilgungen“ können mitunter nur vereinbart werden, damit der Kunde ein Recht erhält, einen Teil des noch offenen Darlehens zu tilgen, ohne, dass mitunter besondere Gründe vorliegen. Der Bundesgerichtshof stützte sich mit Urteil vom 1. Juli 1997 auf die vorzeitige Rückzahlung bei Darlehensteilen und erkannte keine Diagioproblematik, die jedoch von den Banken gerügt wurde. Der Bundesgerichtshof stellte fest, dass die sogenannte Disagioerstattungsproblematik gar nicht bestehen könnte, da der Zahlungsstrom, der sehr wohl auf der Kalkulation der Entschädigungszahlungen beruht, nicht vom Nomalzinssatz ableitbar sei, der diagiovergünstigend wirken würde.

Welcher Berechnungsstichtag ist für die Kredit Vorfälligkeitsentschädigung von Bedeutung?

Wer das Darlehen kündigt und somit ein Kredit mir Vorfälligkeitsentschädigung entsteht, wird sich die Frage stellen, welcher Stichtag für die Vorfälligkeitsentschädigung herangezogen wird. Zur Auswahl stehen tatsächlich zwei Termine für das Darlehen mit Vorfälligkeitsentschädigung. Einerseits der Termin, an dem der Kreditgeber dem Kreditnehmer die Kündigung mitteilte und andererseits der Termin, an dem der Kreditgeber die Valuta zurückerhält, sodass erst danach tatsächliche Wiederanlagegeschäfte getätigt werden können. Beide Termine haben die Problematik, dass sie relativ weit auseinanderliegen können.

Folgendes Beispiel zeigt die Problematik im Detail:

Während der Kreditnehmer in T1 dem Kreditgeber mitteilt, dass er den Kredit kündigt, erfolgt aber erst in T2 die tatsächliche Rückzahlung der Summe So berechnen Sie die Vorfälligkeitsentschädigung bei Darleheninklusive der Verzugszinsen und der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung. T3 zeigt den Zeitraum der vor- und festgeschriebenen Konditionen für die Finanzierung. So können als Berechnungsstichtag der Kündigungszeitpunkt und der Zeitpunkt der tatsächlichen Rückzahlung herangezogen werden, die für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung maßgebend sind. Doch zu Beginn wird darauf geachtet, dass der Kündigungs- sowie Rückzahlungstermin derart zeitlich zusammengefügt werden, dass hier nur ein Termin tatsächlich in Frage kommen kann. Mit der Kündigung des Kredits hat der Kreditgeber nämlich automatisch einen Anspruch auf etwaige Zinsschäden, die durch die vorzeitige Auflassung des Vertrages entstehen. Nur wenn die Darlehen verglichen werden bzw. auch die Darlehen gegen Pfandbriefe gegenübergestellt wurden, kann – so der Bundesgerichtshof – die Vorfälligkeitsentschädigung rechtmäßig berechnet werden. Der Kreditgeber schuldet daher – so die Berechnungsmethode, die auch unter dem Begriff Aktiv-Aktiv-Vergleich bekannt ist – jene Differenz des Zinsverschlechterungsschadens, der sich auf Grund der Restlaufzeit des Kredits und des Kündigungstermins ergeben hat. Die zweite Methode, die auch als Aktiv-Passiv-Vergleich bekannt ist, wird hingegen beim Darlehen die Vorfälligkeitsentschädigung überbrückt, in dem die tatsächliche Differenz im Pfandbriefgeschäft mit Wiederanlagezinssätzen angelegt wird.

Das folgende Beispiel im Detail:

Die Finanzierung soll sechs Jahre vor dem tatsächlichen Ende gekündigt werden; der Zinssatz beträgt 10 Prozent. Die Wiederausreichung würde eine Verzinsung von 7 Prozent bei Pfandbriefen mit sich bringen; die Durchschnittsverzinsung liegt bei 6 Prozent. Somit beträgt der jährliche Verlust bzw. entgangene Gewinn 0,5 Prozent. Das Risikokostenersparnis beträgt jährlich 0,2 Prozent. Verwaltungsersparnisse bleiben in jenem Fall unberücksichtigt, da die Kredit Vorfälligkeitsentschädigung im Rahmen des Aktiv-Aktiv-Vergleichs die Zinsspanne von 3,5 Prozent erreicht. Der Aktiv-Passiv-Vergleich weist im direkten Vergleich eine Zinsspanne von 3,8 Prozent auf. Auch jene Rechnungen und Methoden zeigen, dass die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung des Darlehens kein leichtes Unterfangen darstellt, sodass mitunter hilfreiche Tipps, Tricks und Überprüfungen von PARUG mitunter eine deutliche Hilfeleistung darstellen können.

Was muss bei der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung bei gestiegenem Zinsniveau berücksichtigt werden?

Es gibt mitunter denkbare Situationen, die eine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung mittels der Aktiv-Passiv-Methode berechnen lassen, jedoch gibt es auch getilgte Finanzierungen, welche mit einem deutlich höheren Zinssatz am Markt angebracht werden können. In jenen Fällen liegt eine Beschränkung des Wahlrechts des Kreditgebers vor. Fakt ist, dass der Kreditgeber natürlich den Schaden, der ihm tatsächlich auch entstanden ist, detailliert und konkret nachzuweisen hat. Dieser Meinung ist auch der Bundesgerichtshof, der dahingehend ausführte:

Bei einer vorzeitigen Darlehensbeendigung kann einerseits eine Absenkung des Zinsniveaus zu einer Erhöhung des Ersatzanspruchs des Kreditinstituts über den Zinsmargenschaden hinaus um einen Zinsverschlechterungsschaden führen […] andererseits muss bei einem Anstieg des Zinsniveaus ein daraus sich für das Kreditinstitut etwa ergebender Vorteil auf den Ersatzanspruch angerechnet werden […] dabei hängt es von den Umständen des Einzelfalls ab, ob der Vorteil in der Möglichkeit liegt, zusätzlichen Kredit zu günstigeren Konditionen auszureichen, oder ob er in der Verfügbarkeit zinsgünstigerer Refinanzierungsmittel für das laufende Aktivgeschäft zu sehen ist.

Fakt ist: Wenn das Zinsniveau über den vereinbarten nominalen Zinssatz steigt, hat der Darlehensgeber sehr wohl die Möglichkeit, dass er im Rahmen des Aktiv-Aktiv-Vergleichs den Zinsmargenschaden mit dem Zinsverschlechterungsschaden saldiert. In extremen Fällen kann somit die Kredit Vorfälligkeitsentschädigung ausfallen. Wird sogar ein derart gesteigertes Zinsniveau beachtet, dass mitunter auch der effektive Jahreszinssatz das Disagio des gewährten Darlehens überschreitet, fällt ebenfalls für den Darlehensvertrag keine Vorfälligkeitsentschädigung an. In diesem Fall tritt sogar der Fall ein, dass ein umgekehrter Anspruch erfolgt.

Wann für den Kredit keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden muss

Nicht immer hat die Bank einen Anspruch auf eine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung, wenn der Vertrag vorzeitig gekündigt oder die offene Summe zur Gänze getilgt wird. Möchte das Geldinstitut den Vertrag aufkündigen und fordert es daher die noch offene Summe zurück, entsteht zwar keine direkte Kündigung, jedoch eine „Gnadenfrist“, sodass der Kreditnehmer selbständig die noch offene Summe bereitstellen muss. Entscheidet sich der Kreditnehmer zur Tilgung der vorgeschriebenen Summe, hat die Bank kein Recht darauf, dass sie für den Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt.

Schlussendlich hat die Bank den Kunden gedrängt; der Kunde hätte daher den Vertrag und seine Klauseln sowie Bestimmungen eingehalten. In diesem Fall fehlt beim Kredit die Vorfälligkeitsentschädigung. Auch wenn etwa im Vertrag des Kredits eine Vorfälligkeitsentschädigung vereinbart wurde, entfällt jene bei einer bankseitigen Kündigung. Doch wie sieht es bei Lebensversicherungen oder Bausparkrediten aus? Auch hier gibt es immer wieder besondere Gründe, warum vorzeitige Tilgungen oder auch Zwischenfinanzierungen durchgeführt werden wollen. Zu berücksichtigen ist, ob in den Verträgen eine Zwischenfinanzierung erwähnt wird bzw. jene tatsächlich dafür genutzt werden kann. Ob tatsächlich eine Lebensversicherung als Kredit genutzt werden kann, wobei hier der Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung mit sich bringt, muss im Detail geklärt werden. Hier stehen mitunter die Experten der PARUG zur Verfügung, welche sich derartigen Themen annehmen und sehr wohl auch Licht in die Sache bringen, ob die Ideen des Verbrauchers auch in die Tat umgesetzt werden können. Wer sich nicht sicher ist, ob die Kredit Vorfälligkeitsentschädigung gerechtfertigt ist, kann noch heute Kontakt mit den Experten von PARUG aufnehmen.

Wenn die Bank die fristlose Kündigung ausspricht – was passiert dann mit der Kredit Vorfälligkeitsentschädigung?

Ein Kredit mit Vorfälligkeitsentschädigung, auch wenn die Bank kündigt? Das ist nicht möglich. Auch dann nicht, wenn mitunter eine Bankenfusion der Grund ist, warum der Kredit gekündigt wird. Zu beachten ist, dass hier die Bank tatsächlich keinen Anspruch auf den Kreditvertrag mit Vorfälligkeitsentschädigung hat; vielmehr kann der Verbraucher die Bank auf Schadenersatz klagen. Weitere Gründe, warum beim Kredit die Vorfälligkeitsentschädigung entfallen kann, sind etwa fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Doch auch hier gab es unterschiedliche Rechtsprechungen, die einerseits dafür sorgen, dass das ewige Recht auf Widerruf bei fehlerhaften Belehrungen bald der Vergangenheit angehört bzw. Personen, die derartige Verträge ihr Eigen nennen, nur noch wenige Wochen Zeit haben, bis das Recht auf Widerruf abläuft. Mehrere Informationen erhalten Interessierte oder Betroffene bei PARUG, die einerseits die Verträge auf ihre Richtigkeit überprüfen und andererseits darauf achten, ob ein Widerruf und somit ein Kreditvertrag ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich wäre.

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Das Fazit

Die Darlehens Vorfälligkeitsentschädigung ist mitunter kein leicht zu verstehendes Unterfangen. Wer sich unsicher ist, ob seine Kredit Vorfälligkeitsentschädigung richtig berechnet wurde bzw. etwaige Unsicherheiten bestehen, ob tatsächlich über für den Kredit eine Vorfälligkeitsentschädigung vorgeschrieben werden darf, ist bei den Experten von PARUG mit Sicherheit gut aufgehoben. Die Experten befassen sich nicht nur mit der Vorfälligkeitsentschädigung für Ihr Darlehen, sondern helfen auch dann weiter, wenn es um die genaue Berechnung der Summe geht oder mitunter andere Fragen zu klären sind, die sich mit dem Thema Kredit Vorfälligkeitsentschädigung befassen.