2013. Der Europäische Gerichtshof ließ mit seinem damals ergangenen Urteil die Verbraucherschützer – auf der einen Seite – jubeln, die Versicherungsbranche – auf der anderen Seite – vor Wut schäumen. Der Hintergrund des Urteils basiert auf einer Klage zweier Versicherungsnehmer, basierend auf deren abgeschlossenen Fondspolice aus dem Jahr 2003. 2012 forderten sie, auf Grundlage einer mangelnden Widerrufsbelehrung, die Rückzahlung der bereits entrichteten Beiträge sowie auch anfallende Zinsen. Der Grund für die Klage war die Tatsache, dass Versicherungsnehmer – bis zum Jahr 2007 – erst alle relevanten Unterlagen der Versicherung enthielten, nachdem sie erst den Vertrag unterzeichnet hatten. Auch wenn den Versicherungsnehmern ein 14tgägiges Recht auf Widerruf gewährt wurde (welches sodann auf einen Monat verlängert worden war), nahm die Problematik nicht ab. So war der Widerruf – 365 Tage nach der ersten bezahlten Prämie – überhaupt nicht mehr möglich. Einschränkungen, die auch dann gelten würden, wenn Versicherungsnehmer ihre Unterlagen gar nicht oder nur unvollständig erhalten haben. Der Europäische Gerichtshof beurteilte die Situation jedoch dahingehend, dass es keine Frist für einen Widerruf geben kann, wenn die Widerrufsbelehrung mangelhaft oder gar nicht erteilt wurde.

Heute wird widerrufen, nicht gekündigt

Basierend auf dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes, muss natürlich in erster Linie zwischen einer Kündigung und einem Widerruf differenziert werden. Der Widerruf des Vertrages setzt den Versicherungsnehmer an einen Punkt zurück, als hätte er niemals einen Vertrag abgeschlossen. Dass natürlich der Gesetzgeber auf Unstimmigkeiten reagieren muss, liegt auf der Hand. So wurde im Jahr 2008 das Versicherungsvertragsgesetz dahingehend novelliert, dass Kunden – schon bei Abschluss des Vertrages – alle relevanten Unterlagen erhalten. Dazu gehören nicht nur Produktinformationsblätter oder Beispielrechnungen, sondern auch die Widerrufsbelehrung. Im Rahmen der Kündigung liegt jedoch ein Vertrag vor, der – vor seiner endgültigen Vertragserfüllung – beendet wurde.

Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung

Dass natürlich das Urteil des Europäischen Gerichtshofes nicht für Jubelrufe in der Versicherungsbranche gesorgt hat, ist verständlich. Schlussendlich können Versicherungsnehmer – auf Grund fehlender Widerrufsbelehrung – den Vertrag nicht nur widerrufen, sondern erhalten zudem ihre gesamte Prämienvorschreibung (mit Zinsen) zurück. Tatsächlich haben zahlreiche windige Finanzvertriebe aber auch eine Chance erkannt, einen Profit aus der misslichen Lage zu schlagen, sodass auch vor einer Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung gewarnt werden muss. Leider kommt nämlich die Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung gar nicht so selten vor, wie das mitunter viele Versicherungsnehmer glauben. Auch beim Widerruf von Kreditverträgen ist die Abzocke keine Seltenheit.

Ein Beispiel beim Widerruf von Lebensversicherungen:
Der Versicherungsvertrag wurde vor zehn Jahren abgeschlossen; der Versicherungsnehmer hat insgesamt 20.000 Euro an Beiträgen bezahlt. Der aktuelle Rückkaufswert der Versicherung beträgt 18.000 Euro. Macht der Versicherungsnehmer den Widerruf geltend, muss die Versicherungsgesellschaft nicht nur die geleisteten Beiträge (20.000 Euro) bezahlen, sondern auch allfällig aufgetretene Kosten (etwa die Provision bei Vertragsabschluss) retournieren. Des Weiteren folgt eine Entschädigung an den Versicherten; im hier maßgeblichen Fall ist eine – theoretische Gesamtsumme – von 35.000 Euro durchaus möglich. Der Versicherungsnehmer, der einen Rückkaufswert von 18.000 Euro erhalten würde, könnte im Rahmen des Widerrufs Mehreinnahmen von 17.000 Euro verbuchen – somit fast seinen doppelten Rückkaufswert. Handelt es sich um unseriöse Vermittler, werden jene versuchen, 45 Prozent des Rückkaufswerts für etwaige Rückabwicklungen zu erheben. Minus 7.650 Euro, inklusive möglichen Kosten eines rechtsfreundlichen Vertreters (1.200 Euro), bleiben am Ende noch 8.150 Euro. Leider keine Seltenheit beim Widerruf der Lebensversicherung. Derartige Strukturen müssen sofort – in Verbindung mit unseren Experten von PARUG – bekämpft werden.

Ein Beispiel bei Widerruf Kreditverträgen:
Der Kreditnehmer hat seinen Kreditvertrag 2004 abgeschlossen und diesen vorzeitig gekündigt im Jahr 2012. Dafür musste er eine Vorfälligkeitsentschädigung von 18689 EUR zahlen. Zusätzlich wurde bei der Kreditaufnahme eine Bearbeitungsgebühr von 2500 Euro bezahlt sowie Verwaltungskosten von 1500 Euro. Der Zinssatz lag bei 5,5 %. Nach dem der Widerruf durchgesetzt wurde kam eine zu zahlende Rückerstattungssumme von 28367 Euro zusammen. Auf diese Rückerstattung verlangt einer der windigen Finanzvertriebe sowie auch ein hier nicht beim Namen genannter Verein um die 50% Provision. Bei der Höhe der Rückerstattung aus dem Widerruf sind das somit 14183,50 Euro zzgl. Rechtsanwaltsgebühren. Für den Verbraucher bleiben demnach gerade mal nicht mehr als ca. 10000 Euro übrig. Die Mehrzahl geht an den Vermittler. Nach Auffassung von PARUG ist diese Vergütung der Vermittler keinesfalls fair sondern geht in eine Abzocke über.

Den Rat von Experten in Anspruch nehmen

Andererseits darf der Versicherungsnehmer aber auch nicht glauben, dass er sein gesamtes Geld – mit hohen Zinsen – erhält; auch die Versicherung hat in den Jahren des aufrechten Vertragsverhältnisses Leistungen erbracht. So etwa die theoretische Leistung im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers. Klingt einerseits womöglich absurd, andererseits ist es ein Faktum, dass die Versicherung das Risiko einer hohen Geldzahlung auf sich genommen hat und im Leistungsfall mitunter hohe Summen erbracht hätte. Aus diesem Grund darf die Versicherung einen Teil der einbezahlten Prämien behalten, der rein für dieses Risiko aufgewendet wurde. Wichtig ist, dass derartige Vorgehensweisen mit Experten durchgeführt werden sollten. Berechnungen und Hintergründe etwaiger Entscheidungen sind schwer zu verstehen und oftmals nicht nachvollziehbar. Und wer auch nur den Verdacht hat, ein Opfer der Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung zu werden, sollte sofort reagieren.

 

Wie erkennt man unseriöse Machenschaften?

  • Die Provisionshöhe: Ein erstes Warnsignal ist oftmals die Höhe der verlangten Provision; sie wird zwar nur im Erfolgsfall geleistet, kann aber mitunter 45 Prozent der erhaltenen Summe aus dem Widerruf betragen
  • Anwälte können Gerichtsverfahren nicht beschleunigen. Aussagen, dass daher Anwälte kontaktiert werden sollten, damit Verfahren schneller beendet werden, sind daher unzweifelhaft ein Zeichen, dass der Vermittler keineswegs seriös ist
  • Auch ein „mehr aus einem Vertrag holen können“ ist – auch wenn nach Angaben des Vermittlers der Gutachter dafür zuständig ist – nicht rechtens; vor allem, da Vertragswerte ausschließlich der Versicherungsmathematik zugrunde liegen

Wer garantiert schnelle und unbürokratische Hilfeleistungen?

Man kann zwar vor Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung warnen, sollte aber auch Hilfe anbieten. Einerseits kann die Verbraucherschutzzentrale hilfreich sein, andererseits stehen den Versicherungsnehmern auch Fachanwälte im Bereich Versicherungsrecht zur Verfügung. Wer an eine Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung glaubt, sollte – wenn er eine Rechtsschutzversicherung hat – auch „vorsichtshalber“ einen Anwalt kontaktieren; auf Grund des Versicherungsschutzes fallen hier keine Extrakosten an.

Aber auch PARUG steht den Versicherungsnehmern zur Verfügung. PARUG setzt sich aus einem Team von erfahrenen und kompetenten Mitarbeitern zusammen, die die Tücken mittlerweile bei einer Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung kennen. Zudem hat PARUG ein deutschlandweites Netzwerk an Kanzlei. Je nach Fallspezifikation wird von PARUG der genau passende Rechtsanwalt aus dem Netzwerk beauftragt. Des Weiteren wissen natürlich auch die Mitarbeiter und Rechtsanwälte von PARUG, wie sie bei einer Abzocke reagieren müssen.

Hier können Sie sich Hilfe gegen die Abzocke einholen

Wer garantiert schnelle und unbürokratische Hilfeleistungen?

Dass Verträge, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden, Zinsen aufweisen, die heute nicht einmal mehr im Ansatz erreicht werden, muss im Rahmen allfälliger Rückabwicklungen berücksichtigt werden. Vertragsauflösungen sind – basierend auf den extrem hohen Zinsen der damaligen Zeit – daher nicht ratsam. Auf lange Sicht gesehen sollten daher Versicherungen aus dieser Zeit bestehen bleiben. Ist jedoch ein Versicherungsende in naher Zukunft erreicht, kann mitunter die Überprüfung der Überschussbeteiligung stattfinden, wobei auf Grundlage dieses Wertes dann entschieden werden kann, ob eine Rückabwicklung sinnvoll ist oder nicht. Auch hier gilt: Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung möglich, jedoch mit Hilfe von PARUG vermeidbar.

Auch der Bundesgerichtshof musste über die Situation urteilen

Hat der Versicherungsnehmer einen Anspruch auf die gesamte Summe oder kann die Versicherung auch einen Teilbetrag für geleistete Tätigkeiten und angefallene Kosten einbehalten? Eine Frage, mit der sich – nach Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 2013 – der Bundesgerichtshof auseinandersetzen musste. Mit Entscheidung des Bundesgerichtshofes gab es deutliche Abgrenzungen. So müssen der auszuzahlenden Summe etwa Vermittlerprovisionen sowie Verwaltungskosten zugerechnet werden; Risikoprämien darf die Versicherungsgesellschaft jedoch einbehalten. Dies deshalb, da – wenn ein tatsächlicher Leistungsfall im Rahmen der Vertragsdauer entstanden wäre – die Versicherung diesen auch erbracht hätte. Auch der Solidaritätszuschlag und die Kapitalertragssteuer können einbehalten werden. Natürlich sind das nur Tropfen auf heißen Steinen. Vor allem auch, weil die Versicherung mit dem Rücken zur Wand steht. Schlussendlich muss die Gesellschaft nachweisen können, dass alle Unterlagen fehlerfrei und komplett übermittelt wurden. Auf Grund der Tatsache, dass die Unternehmen die Unterlagen auf den Postweg übermittelten, kann im Regelfall kein Beweis von Seiten der Versicherung erbracht werden. Natürlich muss aber auch das Gericht mitunter erkennen, dass es wohl scheinbar merkwürdig sei, wenn heute Versicherungsnehmer hieb- und stichfest davon berichten, vor 10 oder 15 Jahren fehlerhafte Unterlagen bekommen zu haben.

Die Rückabwicklung und die mögliche Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung

Erfolgreiche Widerrufe sind vor allem bei Versicherungen möglich, die zwischen den Jahren 1994 und 2007 abgeschlossen wurden. So haben Versicherungsnehmer, die mitunter eine Fehlinvestition getätigt haben, heute die Möglichkeit, ein rentables Geschäft zu erzielen. Doch das rentable Geschäft kommt nur zustande, wenn eine Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung verhindert wird. Zu berücksichtigen ist, dass – auf Grund des Niedrigzinssatzes – der Zweitmarkt für Lebensversicherungen boomt. Dass tatsächlich einige Vermittler nicht nur auf das Kundenwohl, sondern vorwiegend auf ihr Geschäft blicken, überrascht nur bedingt. Viele Organisationen haben im Rahmen der Rückabwicklung ein Geschäftsmodell erkannt und hohe Provisionen von ab 40% veranschlagen zzgl. der Rechtsanwaltsgebühren; aus diesem Grund sollte – damit eine Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung vermieden wird – der Rat von Profis, Experten eingeholt werden, die auf einer fairen Vergütungsbasis das Recht für Verbraucher durchsetzen. Dazu zählt etwa die PARUG. Mit PARUG ist der Versicherungsnehmer immer auf der sicheren Seite, da hier das Kostenrisiko ggf. auch vor Gericht vollkommen übernommen wird und nur eine Provision bis 25% zzgl. MwSt. bei Erfolg bezahlt werden muss!

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Neue Geschäftsmodelle, die vorwiegend für eine Abzocke beim Widerruf der Lebensversicherung sorgen

Eine Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung ist keine Seltenheit, weil viele Versicherungsnehmer weder die Struktur des Vertriebes kennen, noch tatsächlich daran glauben, im Rahmen einer Rückabwicklung de facto betrogen zu werden. Zwei Varianten, welche die aktuelle Situation beschreiben:

Grundlage ist Herr XY, der sich im Jahr 2000 für eine Lebensversicherung entschieden hat, die nicht nur eine schlechte Rendite aufweist, sondern heute auch einen enorm geringen Rückkaufswert mit sich bringen würde, wenn sich der Versicherungsnehmer für eine Kündigung des Vertrages entscheidet.

Der Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit – auf Grundlage des Wissens, dass ein Widerruf möglich ist -, dass er sich im Internet informiert und einen Anwalt, spezialisiert auf Versicherungsrecht, kontaktiert, der sodann eine Ersteinschätzung des Vertrages vornimmt. Kosten werden, wenn vorhanden, von der Rechtsschutzversicherung übernommen. Am Ende erhält der Kunde die geforderte Summe bzw. den ihm zustehenden Betrag zu 100 Prozent.

Anders sieht es aus, wenn der Kunde keine Ahnung davon hat, dass er seinen Vertrag widerrufen kann. Er wird von seinem Berater darüber in Kenntnis gesetzt und erhält auch Kontaktdaten von einem Unternehmen, das sich auf Rückabwicklungen spezialisiert hat. Der Vorteil: Das Unternehmen arbeitet nur auf Basis von Provisionszahlungen, wenn der Fall auch gewonnen wird. Dass der Kunde dabei oftmals bis zu 50 Prozent seiner erhaltenen Summe an das „spezialisierte Unternehmen“ abtreten muss, ist keine Seltenheit.

Auch wenn beide Varianten am Ende für einen Sieg des Versicherungsnehmers sorgen, kann sich jener nur tatsächlich freuen, wenn er Variante 1 gefolgt ist. Variante 2, wenn mitunter 40 bis 45 Prozent der erhaltenen Summe an das „beratende Unternehmen“ abgetreten werden müssen, ist eine klassische Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung.

Abzocke Lebensversicherung WiderrufQuelle: anwaltsbüro47 – Rupp Zipp Meyer Wank – Rechtsanwälte

Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung – das Fazit

Hohe Provisionszahlungen von ab 40% sind ein Indiz, dass es sich um ein unseriöses Unternehmen handelt. Unternehmen, die mit derartigen Machenschaften vorgehen, wollen – auf Kosten des Versicherungsnehmers – Gewinne erwirtschaften. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass neutrale Unternehmen und Experten zu Rate gezogen werden, die einerseits hilfreich bei einem Widerruf der Lebensversicherung sind, andererseits auch vor einer Abzocke bei Widerruf der Lebensversicherung warnen bzw. helfen, wenn mitunter schon erste „Probleme“ entstanden sind. PARUG ist der klassische Ansprechpartner für all jene, die ein Unternehmen suchen, das den Versicherungsnehmern zur Seite steht.